
Im Garten an der Mariabergstrasse in Rorschach wird beobachtet und experimentiert. Hier entstehen atmosphärische Pflanzenbilder und wilde Sträusse. Wenige alte Bäume, Seelaffebeläge und Kalkbruchsteine sind Relikte des späthistorischen Landschaftsgartens. Durch Abparzellierungen im Laufe des 20.Jahrhunderts sind die einstigen Spazierschlaufen des über 120 Jahre alten Gartens verschwunden. Der warme Südgarten ist geblieben. Hier reifen heute Oliven, Feigen, Maulbeeren und Indianerbananen. Im Nordhang wachsen alte Obstbaumsorten, Maroni, Beeren und Gemüse. Die Vielfalt wird immer wieder angereichert und überrascht jährlich von Neuem.
Phase
in Ausführung
Bauherrschaft
privat








In Uster, im Park des geschützten ehemaligen Personalhochhauses der Architekten Hans und Jost Meier aus den 1960er Jahren, wird ein Pavillon als Geburtshaus gebaut. Der eingeschossige Holzbau mit Atrium ist umgeben von einer „grünen Hülle“ aus malerischen Bäumen, die im zukünftig verdichteten Quartier Schatten spenden. Ein „Geburtsgarten“, mit seit jeher in der Geburtskunde verwendeten Heilpflanzen, befindet sich auf der Südseite.
Phase
Bauprojekt, 2025-2027
Architektur
Arge Elia Malevez / Klaus Töngi
Landschaft
Arge Atelier für Landschaft / Plan W
Bauherrschaft
Geburt 3000 / Spital Uster
Holzbau








Der nach Süden ausgerichtete Park der alten Gemüsegärtnerei in Rorschach spannt sich zwischen Bahnlinie und Hofensemble auf. Von der einstigen Vielzahl an Obstbäumen sind noch Relikte erhalten. Das Konzept sieht eine Neupflanzung von knapp 50 ausgewählten Baumgruppen vor, die zukünftig eine neue Kulisse bilden – darunter schnellwachsenden Pionierarten wie Föhren, Silberpappeln und Weiden, selten gepflanzte Obstarten wie Maulbeere oder Wildpflaume sowie mit Olive und Mandel mediterrane Experimente.
Phase
in Ausführung, 2025
Bauherrschaft
privat






Die Ergänzung des ostseitigen Laubengangs an der Seminarstrasse in Rorschach ist mehr als eine Erschliessung. Auf allen Geschossen sind grosszügige Gartenzimmer enstanden, die starke Bezüge zum Quartier bilden. Im Garten prägt eine ausladende Atlaszeder das Bild und verleiht ihm eine mediterrane Farbigkeit. Die bestehenden Waschbetonplatten sind wiederverwendet und zu einem umlaufenden Weg mit verschieden grossen Sitzplätzen neu verlegt worden. Die bereits sehr vielfältige Vegetation wurde mit filigranen und texturstarken Stauden und Sträuchern angereichert.
Phase
realisiert, 2019
Architektur
in situ
Garten
Atelier für Landschaft / Christian Bärlocher
Bauherrschaft
privat






Die Siedlung am Hang in Salenstein erinnert an einen mediterranen Garten – aussen wilde, inszenierte Natur, innen gepflegte Gartenkultur. Der innere Freiraum gleicht einer pulsierenden Raumabfolge aus privaten Patiogärten, Höfen und Gassen. Zu den Eingängen führt ein Belag aus Natursteinplatten, unterschiedlich gross und in ihrer Oberfläche verschieden bearbeitet. In den Randbereichen befinden sich geschnittene Ölweidenhecken sowie kiesige Bereiche, in denen eine Vielfalt an strauchartigen Kräutern, wie Rosmarin, Verveine und Oregano wachsen. Immergrüne Euphorbien und die korsische Christrose verleihen dem inneren Garten selbst im Winter ein ästhetisches Pflanzenbild.
In den Patiogärten entfalten sich niedrige, mediterrane Bäume wie Feigen, Tamarisken und Oliven. Die Gärten mit Seesicht werden einseitig von einer niedrigen Mauer gerahmt; der Blick wird auf das Schloss Salenstein und den See fokussiert. Die südseitigen Hanggärten öffnen sich zu inszenierten Vegetationsbildern, die im weichen Sandsteinfelsen gedeihen.
Umgeben ist die Siedlung von einer extensiven, hitzeresistenten Flora: Wildäpfel und robuste Quitten kombiniert mit schimmernden Pflanzentexturen. Die bereits auf der Brache etablierten, niedrig wachsenden Weiden bilden zusammen mit dem graulaubigen Magellangras und wohlriechenden Artemisien eine mediterrane Atmosphäre und stabilisieren den Hang gegen Rutschungen. Südöstlich rahmt eine malerische Föhrengruppe das Gesamtbild.
Phase
Wettbewerb eingeladen, 2025
Architektur
Daniel Cavelti Architektur



