Die Siedlung am Hang in Salenstein erinnert an einen mediterranen Garten – aussen wilde, inszenierte Natur, innen gepflegte Gartenkultur. Der innere Freiraum gleicht einer pulsierenden Raumabfolge aus privaten Patiogärten, Höfen und Gassen. Zu den Eingängen führt ein Belag aus Natursteinplatten, unterschiedlich gross und in ihrer Oberfläche verschieden bearbeitet. In den Randbereichen befinden sich geschnittene Ölweidenhecken sowie kiesige Bereiche, in denen eine Vielfalt an strauchartigen Kräutern, wie Rosmarin, Verveine und Oregano wachsen. Immergrüne Euphorbien und die korsische Christrose verleihen dem inneren Garten selbst im Winter ein ästhetisches Pflanzenbild.
In den Patiogärten entfalten sich niedrige, mediterrane Bäume wie Feigen, Tamarisken und Oliven. Die Gärten mit Seesicht werden einseitig von einer niedrigen Mauer gerahmt; der Blick wird auf das Schloss Salenstein und den See fokussiert. Die südseitigen Hanggärten öffnen sich zu inszenierten Vegetationsbildern, die im weichen Sandsteinfelsen gedeihen.
Umgeben ist die Siedlung von einer extensiven, hitzeresistenten Flora: Wildäpfel und robuste Quitten kombiniert mit schimmernden Pflanzentexturen. Die bereits auf der Brache etablierten, niedrig wachsenden Weiden bilden zusammen mit dem graulaubigen Magellangras und wohlriechenden Artemisien eine mediterrane Atmosphäre und stabilisieren den Hang gegen Rutschungen. Südöstlich rahmt eine malerische Föhrengruppe das Gesamtbild.
Phase
Wettbewerb eingeladen, 2025
Architektur
Daniel Cavelti Architektur



